Groundhopping

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Unter "Groundhopping" sollen andere Spielabende vorgestellt werden, die man im Urlaub, auf Reisen, in der Nachbarschaft usw. mal besucht hat. Ist da jemand? Ist es nett dort? Gibt es was zu Essen? Wie ist die Musik?

Was klar sein sollte: es handelt sich um subjektive Momentaufnahmen. Vielleicht war es purer Zufall, dass gerade drei Profis auf einmal dort waren oder dass das lokale Psychiatriezentrum Ausgang hatte - aber trotzdem ist ein zufälliger Bericht besser als gar keiner. Gern lassen wir uns auch von anderen überzeugen, dass alles ganz ganz anders ist :-)

NB: Einfach drauflosschreiben (in alphabetischer Reihenfolge)...

ANTWERPEN, De Nieuwe Zuremborger
Jana: Selten so einen netten Go-Abend besucht! Auf einem kurzen Antwerpen-Urlaub nutzten wir die Gelegenheit, ein paar Runden zu zocken. Schöne Kneipe mit mehr als 50 Biersorten; ungefähr 10 Spieler/innen (20k - 1k) waren anwesend, die sehr spielwillig waren (auch nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit). Gegenüber am Platz ein leckerer Italiener mit gelungenen Pizzen. Wir haben bis nach Mitternacht gespielt - gerne mal wieder!

BREMEN
Jana: Hier habe ich das Go-Spielen gelernt (wobei ich nicht behaupten möchte, es jetzt zu können...). Gleichzeitig aber auch ein gutes Beispiel dafür, dass Spielabende auch recht schnell eine (negative) Eigendynamik entwickeln können. Mitte der 90er bin ich von Andres "angefixt" worden und das erste Mal in den Weserterrassen aufgetaucht. Schön, dass Jochen da war, um mir schnell die ersten Züge zu zeigen - und zwar so, dass ich motiviert war, mehr zu lernen. Damals spielten dort zu Spitzenzeiten weit über 20 Leute, es wurde konzentriert geübt (z.T. mit Uhr). Das Resultat waren viele Dans (Fiete & Jule Poll, Frank und Marco, viele 1-2d´s, Benni Teuber war noch 3k, Hans Pietsch schaute einmal pro Jahr auf Heimatbesuch vorbei). Die Turnierfahrten waren klasse (manchmal mit über 10 Leuten), Sonntags gab´s Go-Brunch bei Marlies - alles also gut. Doch dann zogen die Wolken auf: zunächst ein Streit Raucher vs. Nichtraucher, dann ein ziemlich kleinkarierter Streit pro/contra Jochen. Im Ergebnis blieb erst Jochen weg (Gerüchten zufolge leitete er danach eine Untergrund-Go-Gruppe in Bremen:-), dann die Anfänger. Danach verloren wir den Clubraum, um uns am Ende an 2-3 Tischen in der Kneipen-Ecke wiederzufinden. Hmmmm - immerhin gibt es auf Turnieren und in der Go-Bundesliga noch einige Lebenszeichen vom Bremer Go - wenn ich mal wieder in der Gegend bin, schaue ich gern mal wieder rein. Ach ja: Frikadellen damals eher bremsklotzartig, das Bier zu normalen Kneipenpreisen. Gruß an alle Bremer!

BRÜSSEL, Outpost
Jana: Während unseres Belgien-Urlaubs nutzten wir die Chance, den Brüsseler Go-Club zu besuchen. Die Homepage deutete auf rege Beteiligung hin, der Spielort ist ein großes Internet/Spiele-Cafe sehr nahe der Innenstadt. Es gibt zwei Dutzend Internetplätze sowie einige Holztische sowie einen kleinen Clubraum. Kulinarisch typisches Internet-Cafe-Futter (Sandwiches und Süßes). Zum angekündigten Beginn um 17 Uhr war noch niemand da; gegen 18 Uhr dann zwei freundliche Belgier, die dann erstaunt feststellten, dass bis auf ein Brett das gesamte Material noch beim Turnier des gerade vergangenen Wochenende lagerte. So spielte ich eine Vorgabepartie, die ich mit viel Mühe gewann - danach machten wir uns auf den Rückweg nach Gent.

CHESTER, Ye Olde Custom House Inn
Jana: Hmmm - wenn ein Go-Club auf seiner Website schreibt, dass ganz ganz selten keiner da ist, dann empfiehlt es sich, da vorher mal ein E-Mail hinzuschicken. Hab ich blöderweise nicht getan, so dass der für die Go-Spieler bereits reservierte Tisch im Pub komplett ohne Spiel blieb. Die Stadt Chester echt eine Reise wert (Stadtbild), der Pub innen unfassbar geräumig mit mehreren Räumen, bestimmt 15 Bieren und Cidern am Hahn und dem mit Abstand besten Pub-Essen, was ich je hatte (dieser Inder kochte ein phantastisches Chicken Korma mit Mango Chutney und Naan). Nebenbei lief die Fußball-EM und Diskussionen über den Brexit, so dass es nicht langweilig wurde.

DARMSTADT, Hobbit
Jana: Welches Adjektiv fällt einem bei "Hobbit" ein? Ja klar: klein. Und so ist dort in dieser wirklich netten Kneipe recht wenig Platz für die Go-Spieler. Wer früh kommt, findet sich an einem größerem Tisch, auf den gerade einmal zwei Bretter passen, beim Zuschauen wieder. Spät am Abend entspannt sich die Lage etwas und auch kleinere Randtische sowie der Tresen können zum Spielen genutzt werden. Es gibt Guinness vom Fass; auch Tommy am Tresen hat sich inzwischen mit dem Go-Virus infiziert. Ein großes Raucherabteil ist ebenso vorhanden wie eine gute Küche (Pizza, Snacks). Der Spielabend ist gut besucht und Anfängern gegenüber sehr hilfsbereit. Parkplätze sind allerdings in der Gegend absolut selten anzutreffen, wenn man denn nicht ortskundig ist und bestimmte Uni-Parkplätze kennt. Fazit: sehr nett das ganze - aber durch die Enge stößt der Spielabend schnell an seine Grenzen.

DARMSTADT, Uni, Mathematikgebäude
Frank: Die Veranstalltung war im Vorlesungsverzeichnis aufgeführt und ich hatte keine Lust auf - ja was eigentlich? - Eisenbahnwesen (?!?). Ein leerer Raum erwartet mich. Ich warte. Warte. Der Raum füllt sich nicht. In den Gängen ebenfalls niemand zum Fragen. Kein Aushang. Nichts. Also leere ich den Raum vollends und gehe. Das nächste mal, wenn ich Eisenbahnwesen schwänzen wollte ging ich nach Hause. Schade. Meine Go-Karriere hatte einen zwischenzeitliches Ende gefunden.

DARMSTADT, Uni, Mathematikgebäude
Frank: Zeitsprung. um etwa 22 Jahre. Mein erster Weg zu einem Spielabend. Gerade hatte ich auf dem Darmstädter Turnier (meinem ersten) als 8 kyu 2,5 zu 2,5 (tatsächlich Jigo!) gespielt und wollte mehr. Ich kam in einen leeren Raum. Kurze Zeit später kam jemand, wenig begeistert jemand Neues zu sehen (zu alt??). Es kommen noch mehrere StudentInnen. Man spielt also eine oder zwei Partien und dnn noch einmal Rengo (war mir neu). Irgendwie alles wenig enthusiasmiert. Man verschwindet in eine Kneipe. Ich habe mir einen anderen Spielabend gesucht.

DETMOLD
Jana: Einen Ausflug nach Ostwestfalen habe ich genutzt, den Spielabend in Detmold zu besuchen. Gespielt wird in einem großen China-Restaurant mit Buffet-Angebot. Dieses war von üblicher Qualität mit der süßesten Wackelpudding-Nachspeise der Welt (keine Ahnung, wie man Vanille-Soße so hinbekommt...). Außer mir waren noch drei Spieler an Bord; gegen den lokalen Sensei habe ich zwei knappe Partien gewinnen können. Trotz des geringen Besuchs des Spielabend war es nett dort; auch die Detmolder Innenstadt war einen Besuch wert. Mit dem letzten Zug des Abends fuhr ich dann zurück nach Paderborn.

FRANKFURT (Albatros)
Jana: Toll gestartet, aber nun mit hängenden Flügeln. Ich mochte die Idee, auch mal am Sonntag Nachmittag Go spielen zu können. Als vor drei Jahren das Cafe Activ schwächelte, hatte man das Albatros als Ausweichquartier gefunden: viel Platz, Biergarten und eine gute Speisekarte ließen auf einen gelungenen Spielort hoffen. Zunächst waren bis zu 20 Spieler dort, was sich dann aber in den nächsten Monaten stark reduzierte. Als dann noch Steffen (welcher immer pünktlich um 15 Uhr anwesend war) nach Hamburg zog, wurde es plötzlich recht leer dort. Dennoch hat sich der Spieltreff noch gehalten (Danke, Ecki!). Anfänger sind gern gesehen und haben dort viel mehr Ruhe, Go erklärt zu bekommen als abends im "Plateau". Nachtrag: es empfiehlt sich vor dem Erstbesuch mal bei Eckardt anzurufen, ob der Spielnachmittag stattfindet.

FRANKFURT (Plateau)
Jana: Der Klassiker unter den Frankfurter Spielabenden und in der Vergangenheit donnerstags oft gut besucht. Am Rande der Sachsenhauser Kneipenmeile gelegen, mit relativ lauter Musik und häufigen Fußball-Übertragungen. Seit die Go-Bundesliga donnerstags zeitgleich läuft, merklicher Einbruch der Spieleranzahl. Negativ wirkte sich auch das Rauchverbot aus: im vorderen Fensterbereich (dort, wo zuvor Go gespielt wurde) wurde ein Raucherkäfig geschaffen, so dass man nun die Wahl hat, im Rauch zu spielen oder ziemlich mitten in der Kneipe. Bleibt abzuwarten, ob sich der Spielabend in der jetzigen Form dort dauerhaft hält. Warnung an Autofahrer: die Parkplatzsuche kann äüßerst nervig werden, wenn man den Weg ins Parkhaus scheut.

HONGKONG
Jana: Wir haben drei Versuche unternommen, den Go-Club in Hongkong zu besuchen, aber leider war wegen chinesisch Neujahr dort nichts los. Gelegen zentral auf Hongkong-Island, besitzt er einen eigenen Clubraum. Durch das abgeschlossene Gitter haben wir einen Blick darauf werfen können: es passen wohl ca. 15 Leute in diesen Raum, Material scheint auch ausreichend vorhanden zu sein.

INGELHEIM (ein Nachruf)
Jana: Fast zwei Jahre dauerte das Ingelheimer Go-Wunder. Aus dem Nichts entstand ein Spielabend mit bis zu 20 jungen Spielern, die die Turniere der Gegend unsicher machten. Erst im "Keller", dann im China-Restaurant, schließlich in der Einkaufs-Passage traf man sich, wobei mehr das Quatschen und gute Laune als das Go im Vordergrund standen. Als Hamsi und Stefan wegzogen, löste sich der Spielabend genauso schnell auf, wie er entstanden war. Schade.

KÖLN
Jana: Drei Mal habe ich den Kölner Spielabend inzwischen besucht. Gelegen in der Südstadt in "BiPi´s Bisto" habe ich ihn in recht unterschiedlicher Besetzung erlebt: zwischen 5 und 20 Spielern ist dort wohl alles möglich. Das Chili Con Carne war lecker und reichlich - geärgert haben mich zweimal die Kettenraucher, die mit im Raum saßen (und auch gespielt haben). Aber vielleicht hat sich das im Rahmen der neueren Gesetzgebung auch geändert. Spielstärkeniveau übrigens bei allen drei Besuchen relativ hoch (einige Dans anwesend).

LEIPZIG (Villa)
Jana: Durch die frühe Anreise zu einem Turnier ergab sich die Gelegenheit, beim lokalen Spielabend mal vorbeizuschauen. Dieser fand statt im Kulturzentrum "Villa" (durchaus Ähnlichkeiten mit dem Kulturpalast sind gegeben), so dass ein lockerer lustiger Go-Abend zu erwarten war. Aber irgendwie kam es anders: einige meist stille Vor-sich-hin-Spieler (alles etwas ältere Herren), kein Bier auf dem Tisch, keine Musik, insgesamt eher Schulraum-Atmosphäre. Ein Erlebnis auch das mir vorher noch nicht bekannte damalige Ost-Spielmaterial (aus irgendeinem undefinierbaren Kunststoff). Also schnell zurück zu Manja und dort weitergezockt...

LONDON, The Inn Of Court
Jana: Sehr zentral in Holborn gelegen, ist schräg gegenüber ein Tischtennis-Pub (ein ziemlicher Trend in England). Der Spielort selbst großräumig, die Go-Spieler sitzen auf der Empore. Mehrere Biere, Pub-Essen inkl. Pies, Fernsehen gibt es auch. Habe ein paar Spiele gemacht, bin aber mit den dortigen Spielern nicht so richtig warmgeworden (irgendwie alle nicht sonderlich gesprächig), so dass ich dann zwischendurch mal zum Fernseher (Rugby-WM England - Fidschi) gewechselt bin. Das traurige Ende des englischen Auftritts bei dem Turnier ist vielleicht bekannt...

MAINZ
Jana: Hier habe ich drei Jahre lang gespielt, bevor ich in Wiesbaden WIGO gründete... Irgendwie haben die Mainzer ein Händchen dafür, sich mit jedem Spielortwechsel zu verschlechtern - so habe ich nach einem sehr belebten und schönen Spielabend in der "Andau" die traurige Zeit im Cafe Lisboa (am Schluss im einsamen gläsernen Vorbau), die Zeit im Restaurant Lisboa (ein portugiesisches Restaurant mit chinesischer Deko aber ohne Fenster...) und schließlich den Beginn im "Infinito" mitgemacht. Hier habe ich selten mehr als 5 Spieler angetroffen - übrige Gäste waren auch kaum zu bemerken. Schade das, da Mainz doch als Uni-Stadt ein riesiges Potenzial an Spielern haben sollte (auch wenn wir inzwischen in Wiesbaden am gleichen Tag spielen).
Andreas: Anmerkung: Wenn man das Glück hat, Mainz in der richtigen Besetzung anzutreffen, ist der Unterhaltungswert aber enorm. Wenn mir von "neuen" Mainzern heute auch der Vorwurf gemacht wird, zuviel dummes Zeug zu erzählen: Trashtalk habe ich ausschließlich dort gelernt ;). Mit lieben Grüßen an Mos 'Isch ´asse dieses Spiel' hen ;).
Jana: Nach langer Zeit bin ich mal wieder in Mainz auf dem Spielabend gewesen: die neue Spielstätte im "Lomo" ist doch eine enorme Steigerung zu denen der Vorjahre. Das Lomo ist eine Mischung aus modernem Bistro und Bücherei (man kann sich von der großen Bücherwand zum Lesen bedienen). Die Go-Spieler sitzen mitten drin an einigen zusammengestellten Tischen; das Material lagert irgendwo hinter dem Tresen. Acht Leute waren da, es wird tatsächlich auch Go gespielt (und nicht nur gequatscht). Nur die Lichtverhältnisse wurden nach Abdimmen im Lokal etwas schwierig. Auf jeden Fall einen Besuch wert!

MANCHESTER (Shakespeare Pub)
Jana: Am Vorabend der Brexit-Abstimmung verschlug es mich nach Manchester. Ein munterer Go-Club mit knapp 10 Spielern, unter denen nicht nur Kanonenfutter zu finden war (ganz im Gegenteil; es war einer der weniger erfolgreichen Spielabende). Bier und Cider frisch vom Hahn, zentral am Rande der Einkaufsmeile gelegen. Gegessen habe ich da nichts, aber es gab wohl das übliche Pub-Futter. Überraschend für mich, dass da die besseren Spieler grundsätzlich mit Uhr spielten, um eben faire Spiele zu gewährleisten.

STADE
Jana: DER Spielabend in meiner alten Heimat. Nett gelegen am alten Hafen von Stade in der Gaststätte "Zum Korken". Dies hat natürlich den Vorteil, dass es dort ordentlich zu Essen und zu Trinken gibt. Die Currywurst ist preiswert, groß und sehr lecker. Die Go-Spieler (im Schnitt so 5-8 Leute) sitzen vorn am Fenster; die Junior-Chefin (Ando) spielt selbst Go. Es macht immer Spaß, dort vorbeizuschauen und ein paar Partien zu spielen (immer gute Stimmung & gute Sprüche :-) Nachtrag: inzwischen leider nach einem Besitzerwechsel und Aussterben der Stader Go-Gruppe nicht mehr vorhanden.

STUTTGART (Forum)
Jana: Eine sehr positive Überraschung auf dem Spielabend in Stuttgart: ein nettes Cafe in einem Kulturzentrum, Tische in idealer Größe, mit toller Beleuchtung, günstigem Bier, kleinen Snacks (die Überraschung war groß, als beim Schafskäse-Fladenbrot eine ganze Packung Schafskäse drauf war) und vor allem auch vielen freundlichen Go-Spielern. Nah an der Fußgängerzone und zum Bahnhof gelegen bietet es sich für einen schnellen Besuch (wie bei mir auf einer Tagungsreise) geradezu ideal an. Gern wieder!

TAMPERE
Jana: Auf dem Kongress gab es die Möglichkeit, abends im regulären Spieltreff (Kneipe Konntori nahe des Bahnhofs) zu zocken. Neben einem guten Bierangebot zu typisch finnischen Preisen gibt es dort einige Ciders zu probieren (Erdbeer - yamyam...). Die Musik eher Oldie-lastig, die Tische gut bespielbar am Fenster - also eine gute Wahl für den überraschend in Tampere verweilenden Go-Spieler. Essen gibt es nicht - dies kann aber in unmittelbarer Nähe gekauft werden.

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